Was tun wenn ich mein Darlehen nicht zurückzahlen kann?

Darlehensrückzahlung

Jobverlust, Krankheit, Pflegefall in der Familie – im Leben kann es immer zu unerwarteten Mehrausgaben kommen. Plötzlich kann man die Raten seines Kredites nicht mehr bedienen. Vogel-Strauß-Politik ist nun die schlechteste aller Möglichkeiten. Wer sich dem Problem stellt, kann mit seiner Bank vielleicht bessere Konditionen aushandeln.

Jede Zeitverzögerung bringt mehr Nachteile

Da die Bank grundsätzlich daran interessiert ist, ihr Geld zurückzuerhalten, bietet sie auch Schuldnern zahlreiche Möglichkeiten, aus der Schuldenfalle herauszukommen. Wer sein Darlehen nicht mehr bezahlen kann, muss mit dem Geldinstitut umgehend klären, welche Schritte nun anstehen. So werden Unannehmlichkeiten und mögliche Zusatzkosten vermieden. Ist die Bank kulant und der Schuldenberg noch nicht allzu hoch, kann man sich eventuell auf die Aussetzung der Ratenzahlungen einigen. Eine weitere Alternative ist die Reduzierung der monatlichen Raten, wodurch die finanzielle Belastung abgeschwächt wird. Eventuell verlangt die Bank zusätzliche Sicherheiten wie ein Sparguthaben oder einen Bürgen. Dieses wichtige Gespräch sollte spätestens beim Eingang der ersten Mahnung stattfinden. Eventuell verlangt die Bank zusätzliche Sicherheiten wie ein Sparguthaben oder einen Bürgen.

Umschuldung – eine gute Alternative

Ist die Bank hierin nicht kompromissbereit, besteht die Möglichkeit der Umschuldung. Hierfür wird ein neuer Kredit mit niedrigeren Raten abgeschlossen. Da die Zinssätze für Verbraucher in den vergangenen Jahren immer günstiger geworden sind, kann sich bei der Umschuldung auch der Zusatzeffekt günstigerer Zinsen bemerkbar machen. Durch die Umschuldung lassen sich zudem negative SCHUFA-Einträge umgehen. Falls auch dieses nicht möglich ist, sollten Schuldner umgehend eine Schuldnerberatungsstelle aufsuchen. Jede Stadt hat ein solches Angebot von der Diakonie, Caritas oder der Arbeiterwohlfahrt. Sowohl die kirchlichen Träger als auch das Sozialamt geben Auskunft und leiten an entsprechenden Stellen weiter. Bundesweit gibt es ca. 1.000 Schuldnerberatungsstellen.

Die Kündigung des Vertrages möglichst vermeiden

Die fälligen Zahlungen von sich aus einzustellen, ist denkbar ungünstig. Schon beim Ausbleiben der zweiten Rate darf die Bank das Darlehen kündigen. Damit geht der Anspruch einher, die komplette Kreditsumme einschließlich der fälligen Zinsen einzufordern. Das bringt den Schuldner in noch größere Schwierigkeiten. Wird die gesetzte Frist nicht eingehalten, kann die Bank sogar ein Inkassounternehmen mit dem Geldeintreiben beauftragen. All das führt zu zusätzlichen Kosten und einer Negativspirale, die sich kaum überblicken lässt. Ein gekündigter Darlehensvertrag führt außerdem zum negativen SCHUFA-Eintrag.

Restschuldversicherung – die Sicherheit für Vorausschauende

Wer für den Kreditvertrag zusammen eine Restschuldversicherung abgeschlossen hat, ist in der Regel fein heraus. Die übernimmt nun die fälligen Zahlungen. Sollten die Rückzahlungen gefährdet sein, muss sich der Kreditnehmer sofort mit der Versicherung in Verbindung setzen.

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