Was ist Fremdkapital? Eine Definition

Unternehmen finanzieren ihr Vermögen, also beispielsweise Betriebs- und Geschäftsausstattung, Gebäude und Grundstücke oder Anlagen wie Maschinen und Fahrzeuge mit Eigen- und Fremdkapital. Das Fremdkapital ist dabei der Teil des Kapitals eines Unternehmens, den der Inhaber des Unternehmens nicht selbst beigebracht hat. Vereinfacht gesagt handelt es sich beim Fremdkapital also um geliehenes Geld. Schuldrechtlich ist der Begriff des Fremdkapitals präzisiert. Demnach wird von Fremdkapital gesprochen, wenn das Kapital befristet sind, zurückgezahlt werden muss und der Kapitalgeber mit seinem Beitrag nicht für die Risiken des Unternehmens haftet.

Klassische Fremdkapitalmittel sind zum Beispiel Bankkredite oder auch im Handel oft noch Wechselverbindlichkeiten. Auch Warenkredite, also offene Rechnungen bei Lieferanten und andere Verbindlichkeiten, gehen in das Fremdkapital ein. Weitere Beispiele sind Obligationen oder Rückstellungen, die als Verbindlichkeiten in der Bilanz stehen und zu einem späteren Zeitpunkt gezahlt werden müssen.

Anteile in Form von Bareinlagen oder Aktien, die ein Gesellschafter oder Aktionär an einem Unternehmen hält, sind kein Fremdkapital, sondern Eigenkapital, denn der Gesellschafter ist Miteigentümer des Unternehmens und haftet mit seinem eingelegten Kapital. Gewährt ein Gesellschafter einem Unternehmen jedoch einen Kredit, ist die Kreditsumme wiederum Fremdkapital, da der Kredit zurückgezahlt werden muss, eine Zahlungsverpflichtung für das Unternehmen besteht und der Kreditgeber nicht mit der Darlehnssumme haftet.

Auch bei der Finanzierung von Immobilien ist von Eigen- und Fremdkapital die Rede. Dabei ist das Fremdkapital der Anteil der Baufinanzierung, den der Bauherr durch Kredite oder Hypotheken finanzieren muss.