Warum Selbständige es bei Kredit häufig schwer haben

Wer selbständig ist, ist nicht nur selbst und ständig für seine Arbeit da, sondern auch für seinen Verdienst verantwortlich. Bei Selbständigen ist es so, dass es keine Garantie gibt, ob und wie viel in einem Monat verdient werden kann. Manchmal bleiben die Aufträge aus oder der Selbständige arbeitet zu wenig. Auch Krankheit ist ein Grund, weswegen Aufträge nicht ausgeführt werden können.

Kreditwürdigkeit bei der Bank

Eine Voraussetzung, um einen Kredit bei der Bank zu bekommen ist in der Regel die Bilanz. Diese kann erstmalig erstellt werden, wenn der Selbständige ein Jahr lang gearbeitet hat. Die Bilanz erstellt der Steuerberater, der alle notwendigen Unterlagen dazu von seinem Mandanten bekommt. Mit Hilfe der Bilanz stellt die Bank fest, wie viel Einkommen vorhanden ist, und ob der Antragsteller theoretisch kreditwürdig sein wird.
Natürlich wird auch ein Blick in die Schufa geworfen, um fest zu stellen, ob es in den vergangenen Jahren Zahlungsschwierigkeiten gab. Wenn hier alles eintragsfrei ist, sieht es gut aus, um einen Kredit bewilligt zu bekommen.

Was kann der Selbständige tun?

Wichtig ist es, eine besondere Krankenversicherung abzuschließen, die bei Krankheit eine Art Krankengeld zahlt. Diese Versicherungen sind recht teuer, sichern aber ab, dass notwendige Rechnungen auch während längerer Krankheit beglichen werden können. Wenn diese Versicherungspolice der Bank vorgelegt wird, bedeutet es eine zusätzliche Sicherheit.

Neben der Bilanz ist es sinnvoll, ein Geschäftskonzept / einen Businessplan bei der Bank vor zu legen. Hieraus geht hervor, welche Ziele sich der Selbständige gesetzt hat, wie gearbeitet wird und was im kommenden Geschäftsjahr angestrebt wird.
Und die Basics: ein gepflegtes Erscheinungsbild und eine angemessene Sprachweise wirken sich positiv auf die Vorstellung bei der Bank aus.

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