Unternehmen: Wenn die Insolvenz droht, was tun?

Unternehmen die in Schieflage geraten sind droht meist die Insolvenz. Trotz der wirtschaftlichen Erholung die sich in Deutschland ausbreitet, sind die Insolvenzen von Unternehmen nicht zurück gegangen. Ist Insolvenz angemeldet so ist ein Unternehmen verschiedenen Regelungen unterworfen.

Rücklagen bilden verringert die Insolvenzgefahr

Beim Insolvenzverfahren muss zunächst ein Insolvenzverwalter eingesetzt werden, der überprüfen wird, ob noch Gelder für die Verfahrenskosten vorhanden sind. Eine Zahlungsunfähigkeit hat viele Namensgesichter: Insolvenz, Pleite, Bankrott oder Konkurs, wobei der Konkurs 1998 durch die Insolvenzverordnung ersetzt wurde. Die Fehler die zur Insolvenz geführt haben, geschehen oft durch Managementfehler und hier besonders die der Liquidität. Viele Firmen haben keine Rücklagen gebildet was in Zeiten schlechter Auftragslage zu Stagnation der Einnahmen führt. Es wurde festgestellt dass das Eigenkapital nicht mehr als 20 % beträgt. Das gerade die (fehlende) Liquidität für viele Unternehmen das „Aus“ bedeutet, führte dazu, dass immer mehr Beratungsunternehmen sich auf solche Fälle spezialisiert haben. So erklärt „PACEMARK Finance Europe“ in Ihrem Artikel "Liquidation statt Insolvenz" sehr genau, wie bei einer Insolvenz aufgrund mangelender Liquidität zu handeln ist.

Weitere Kreditaufnahmen schwierig

Auch was Kredite angeht, so gestaltet sich die Aufnahme bei schlechter Auftragslage eher schlecht. Steht das Rating in Sachen Kreditwürdigkeit im unteren Bereich, so ist eine Kreditaufnahme eher aussichtslos, was zur Überschuldung führt. Die Beantragung der Kredite wird zu spät angefordert, das Vertrauen hat schon gelitten, was zur Ablehnung eines Kreditantrages führt. Hier ist anzuraten, sich rechtzeitig bei Liquidiätsengpass an seine Bank zu wenden und mit den Kreditinstituten in Kommunikation zu stehen. Auch Finanzierungsalternativen sollten beizeiten in Angriff genommen werden. Ein Konkurs kündigt sich an mit einer Liquiditätskrise, Ergebniskrise und einer strategischen Krise, diese drei Stadien durchgeht ein Betrieb vor der eigentlichen Insolvenz.

Die Wettbewerbsposition ausbauen

Auch wenn der Betrieb Liquiditätsengpässen hat, so sollte man seine Wettbewerbsposition ausbauen bzw. daran festhalten. Dazu gehören die Neukundengewinnung und ein Management das sich in Kooperation und Partnerschaften auskennt. Werden diese Kriterien nicht beachtet, so kann sich ein Unternehmen nicht ausreichend von der Konkurrenz absetzen, was wiederum zur Verschlechterung der Liquidität führt. Um eine Insolvenzverschleppung (Infos zur Starbarkeit) zu vermeiden, sollte schon im Vorfeld eine Rechtsberatung eingeholt werden. Externe Fördermittel wie beispielsweise Landesbürgschaften können die Insolvenz stagnieren. Hier sind die viele Bundesländer offen mit Liquidiätsdarlehen.

Letzte Chance das Planverfahren

Sind alle Chancen die sich anbieten verpasst, so bleibt nur die Insolvenz. Unternehmen die sich rechtzeitig mit dem Gang zum Insolvenzgericht beschäftigen, können auch bei anstehender Zahlungsunfähigkeit das Firmenaus noch einmal abwenden. Hier bietet sich ein Planverfahren an, damit kann ein Unternehmen womöglich wieder saniert werden, damit erfährt die Öffentlichkeit nichts von der Firmenpleite. Darüber hinaus kann der Unternehmer Eigentümer seiner Firma bleiben, was eine wirtschaftliche Zukunft anzeigt. Wichtig in der Insolvenz ist, dass der Insolvenzverwalter und das Unternehmen eng zusammen arbeiten.

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