Reiserücktrittskostenversicherung: Leistungen und Kosten

Wenn jemand eine Reise plant, ist meist die Vorfreude und die Erwartungshaltung sehr groß. Tritt dann ein unerwartetes Ereignis ein oder man wird krank, ist nicht nur der Urlaub selbst hinfällig, sondern meist sind auch noch die Reisekosten weg. Um hier vorzubeugen und auf Nummer sicher zu gehen, lohnt sich der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung, auch Reiserücktrittsversicherung genannt. Diese ist in den unterschiedlichsten Formen bei Abschluss einer Reise möglich und wendet in jedem Fall finanziellen Ausfall ab.

Passende Versicherung richtet sich nach Reiseanspruch

Die Reiserücktrittskostenversicherung gibt es für jeden Reiseanspruch, also für einen einmaligen Urlaub oder als Jahresversicherung. Dazu kommen spezielle Absicherungen für Schiffsreisen oder längere Aufenthalte im Ausland, wie etwa in den USA. Auch für Gruppenreisen gibt es spezielle Angebote und Tarife. Vor allem wenn die Gruppe mehr als neun Personen umfasst, ist der Versicherungsbeitrag in diesem Fall günstiger als bei Einzeltarifen. Hier ist ein umfassender Vergleich der Anbieter notwendig, um die individuell passende Versicherungsvariante herauszufinden. Neben vielen Urlaubsveranstaltern bieten auch Versicherungsunternehmen diese Police an. Wie bei vielen anderen Absicherungen gibt es auch bei der Reiserücktrittskostenversicherung die Möglichkeit, den Vertrag jeweils mit oder ohne Selbstbehalt abzuschließen.

Klare Definition der Rücktrittsgründe

Eine Reiserücktrittsversicherung tritt grundsätzlich dann in Kraft, wenn man seine Reise kurzfristig absagt und der Veranstalter hohe Stornokosten in Rechnung stellt. Doch es klar definierte Gründe, die den Anspruch rechtfertigen und von den einzelnen Anbieter unterschiedlich eng gefasst werden. Versicherte Gründe sind unter anderem, wenn man selbst oder ein naher Angehöriger schwer krank wird oder verstirbt, ein Elementarschaden im eigenen Zuhause geschieht oder man seinen Job verliert. Je nachdem wann die Reise storniert wird, fallen bis zu 100% des Reisepreises als Stornokosten an. Diese werden gegebenenfalls von der Versicherung ersetzt. Viele Reiserücktrittskostenversicherungen verlangen allerdings einen Selbstbehalt von 20% der Stornokosten, mindestens jedoch 25 Euro. Es gibt natürlich auch Varianten ohne Selbstbehalt, die meist nur geringfügig teurer sind.

Kombitarife sind günstiger

Wenn man seine Reise angetreten hat, endet der Leistungszeitraum der Reiserücktrittskostenversicherung. Um aber weiterhin auf Nummer Sicher zu gehen, kann diese Versicherung mit einer Reiseabbruchversicherung kombiniert werden. Dies ist oft minimal teurer und schützt tatsächlich vor unvorhergesehenen Ereignissen während der Reise. Bei der Reiseabbruchversicherung werden zusätzlich entstehende Reisekosten wie eine verfrühte Heimreise oder die Erstattung nicht in Anspruch genommener Urlaubsleistungen bezahlt. Wie hoch der Versicherungsbeitrag für eine Reiserücktrittskostenversicherung ist, hängt von mehreren Faktoren ab und ist je nach Anbieter unterschiedlich hoch. In diesem Fall ist ein Vergleich unbedingt erforderlich.

Hier noch einige weiteren Info-Quellen zu diesem Thema:

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