Geldautomat

Kontosperrung, Kreditkündigung etc: Wie bei Problemen mit der Bank verhalten?

Von einer Kontosperrung der Bank erfährt der Verbraucher meist erst, wenn er Geld am Automaten abheben oder eine Überweisung tätigen möchte. Auch wenn die Hausbank den Kunden benachrichtigt, trifft die Post häufig später ein und der Verbraucher steht daher vor einem größeren Problem.


Wer in dem Moment keinen Barbetrag im Haus und somit eine eiserne Reserve hat, den trifft die Kontosperrung besonders hart und unvorbereitet. Nun ist es wichtig, richtig zu reagieren und sich über die Gründe der Kontosperrung oder einer Kreditkündigung zu informieren.

Der erste Weg führt zur Bank

Es ist nicht hilfreich, einen wütenden Anruf zu tätigen oder gleich einen Anwalt zu beauftragen. Wird ein Kredit nach Ansicht des Verbrauchers unberechtigt gekündigt oder geht mit eine unverhofften Kontosperrung einher, sollte man die Bank kontaktieren und um ein persönliches Gespräch bitten. In der Regel erhält der Bankkunde einen umgehenden Termin zur Vorsprache und kann in der Unterredung mit seinem Bearbeiter alle Probleme klären. Nur wenn sich ein Verbraucher ungerecht behandelt fühlt und die Kontosperrung oder Kreditkündigung nicht akzeptieren möchte, ist der Weg zum Fachanwalt angeraten und notwendig. Wer keinen an der Hand hat, kann diesen online über Portale ein Suche nach dem passenden Fachanwalt durchführen.

Im Umgang mit dem Kundenbetreuer der Bank spielt der Umgangston eine äußerst wichtige Rolle. Da in vielen Fällen eine Rücknahme der Kündigung oder eine Karenzfrist zur Beseitigung der Ursachen für die Entscheidung der Bank gewährt wird, muss es nicht immer in einem Rechtsstreit enden und zu hohen Kosten für die Inanspruchnahme eines Anwalts führen.

Ruhe bewahren und auf die richtige Reihenfolge achten

War das Gespräch mit dem Bankberater nicht erfolgreich, hat der Kunde im Anschluss verschiedene Optionen für weitere Handlungen. Die Reihenfolge sollte man einhalten und wie folgt reagieren:

  • Gespräch mit der Bank
  • schriftlicher, per Einschreiben versandter Widerspruch mit Angabe der Gründe
  • anwaltliche Beratung und Information
  • eventuelle Orientierung zu einer anderen Bank.

Nicht immer muss ein Fachanwalt direkt einschreiten und einen Auftrag zur Klärung des Sachverhalts erhalten. Oftmals reicht es schon aus, eine Beratung in Anspruch zu nehmen und mit den neuen Erkenntnissen einen plausiblen und anhand rechtlicher Grundlagen gestalteten Einspruch zu generieren. Allerdings sei darauf hingewiesen, dass gerade Privatbanken in den meisten Fällen nicht einlenken und ihre Entscheidung mit dem Hinweis auf die freie Kundenwahl begründen. Wenn eine gütliche Einigung zugunsten des Kontoinhabers oder Kreditnehmers nicht möglich ist, sollte man nicht auf seinem Recht beharren und sich lieber auf eine neue Bank fokussieren. Bei ungerechtfertigter Handlung einer Bank kann man dazu parallel eine Klage über einen Anwalt vornehmen und durchsetzen lassen.

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