Förderungen und Finanzierung einer Unternehmensgründung


Für manche Menschen ist die Existenzgründung die beste Entscheidung. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Hin und wieder gibt es einfach zu wenig Arbeitsplätze, mancher hat neue Ideen, die er beruflich verwirklichen möchte und einige Menschen sind nicht zum Arbeitnehmerdasein geschaffen und lieber ihr eigener Chef.

Es gibt viele Gründe, um eine Selbständigkeit zu wagen. Viele Jungunternehmer scheitern weil sie sich den Arbeitsaufwand geringer vorgestellt haben, als er zu Anfang ist. Gerade bei einer neuen Selbständigkeit geht es darum, viel und effizient zu arbeiten, damit die Geschäfte gut anlaufen und die neue Tätigkeit von Dauer sein kann. Die Finanzierung der Unternehmung ist dabei häufig die erste Hürde. Neben den vielen Finanzierungstipps für Unternehmer möchten wir in diesem Artikel drei Basis-Anlaufstellen aufzeigen: Arbeitsagentur, Coaches und Bank.

Gründungszuschuss von der Arbeitsagentur

Wer lange arbeitslos war oder viel zu wenig Geld verdient, kann eine Förderung zur Existenzgründung bei der Arbeitsagentur beantragen. Hier kann für die Dauer eines halben Jahres der Betrag des Arbeitslosengeldes weiter ausgezahlt werden, sofern die neue Selbständigkeit mehr als 15 Stunden pro Woche umfasst und der Selbständige sich mit der Arbeit selbst finanzieren kann.
Sollte die Selbständigkeit nur langsam anlaufen ist es auf Antrag möglich, weitere 5 Monate einen Zuschuss von je 300 Euro zu beantragen.

Nun sei hier jedoch gefragt, ob dieser Zuschuss ausreicht. Wer selbständig ist, muss sich selbst krankenversichern und auch alle anderen Lohnnebenkosten dürfen selbst getragen werden. Hier sollte nicht am falschen Ende gespart werden wie an der Krankenversicherung oder einer Haftpflicht. Wer sich nicht sicher ist, was nötig ist und wo gespart werden kann, sollte sich einen Steuerberater suchen, der auch beratend tätig ist. Dieser kann bei der gesamten Abrechnung helfen und wertvolle Tipps geben.
Das Arbeitsamt selbst ist ebenfalls beratend tätig wenn es um eine potentielle Existenzgründung geht.

Gründercoaching der Handelskammer

Wer eine neue Selbständigkeit inne hat, hat oftmals viele Fragen und ist in Teilen der Abrechnung oder der Ausübung der Selbständigkeit unsicher. Hier kann das Gründercoaching weiter helfen. Die KfW und die Handelskammer bieten gemeinsam eine Beratungstätigkeit an, die bezuschusst wird. So können sich auch neue Selbständige eine umfassende Unternehmensberatung leisten und profitieren von den Erfahrungen und Beratungen. Sie können sich weiter entwickeln und Fragen zu, noch ungeklärten, Sachgebieten stellen und sich somit weiter entwickeln.

Die Begleitung kann bis zu einem Jahr andauern und den neuen Existenzgründer bei den ersten Fragen und Problemen beraten und weiter helfen.

Bank und Investoren

Wer sich in die neue Selbständigkeit wagt, braucht finanzielle Mittel um diese zu finanzieren. Oft reicht das Ersparte nicht aus oder ist gar nicht erst vorhanden. Ein ausgearbeiteter Businessplan kann helfen, bei der Bank den nötigen Kredit zu bekommen oder Geld von Investoren zu erhalten. Hier muss ausführlich dargelegt werden, womit, wie viel und wie das Geld verdient werden soll und wie hoch die zu erwartenden Gewinne sein werden. Die Ausarbeitung muss umfassend und überzeugend sein damit die Bank oder der Investor ihre Zustimmung gibt.

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