Energieeffizientes Haus

Förderungen für klima- und umweltschonende Passivhäuser

Der Passivhausstandard ist eine moderne Form des Bauens, vor allem im privaten Bereich, die sich durch ihre besonders klima- und umweltfreundliche Art der Gebäudekonstruktion auszeichnet. Ein Passivhaus verfügt über eine sehr gut gedämmt Außenfassade, ausgeklügelte Bauweise sowie kontrollierte Frischluftzufuhr und kommt daher ohne eine Heizung im klassischen Sinne aus.

Stattdessen wird das Passivhaus lediglich durch die Abwärme von technischen Gerätschaften und Personen, sowie durch eingestrahlte Sonnenenergie gewärmt. Durch diese sehr energiesparende Konstruktion ergeben sich sehr nachhaltige Gebäude, die nicht nur Klima und Umwelt, sondern auch den Geldbeutel der Besitzer schonen und diese unabhängiger von den Entwicklungen auf dem Energiemarkt machen. Wer sein eigenes, energiesparendes Passivhaus bauen möchte, hat zahlreiche und vielseitige Möglichkeiten eine Förderung für diese energiesparenden Bauprojekte zu erhalten. Im Folgenden werden die wichtigsten Möglichkeiten aufgezeigt, wobei man sich als Bauherr natürlich immer so umfangreich wie möglich auch über die allerneusten Finanzierungsmöglichkeiten informieren sollte. Viele der Fördermöglichkeiten lassen sich sogar problemlos miteinander kombinieren und ermöglichen so noch höhere Fördersummen.

Die Förderung durch die KfW – der günstige Baukredit für Passivhäuser

Eine Förderung durch die Kreditanstalt für den Wiederaufbau (KfW) beinhaltet im Gegensatz zu den meisten anderen Fördermöglichkeiten keinen finanziellen Zuschuss, sondern einen Baukredit zu besonders günstigen Konditionen. Diese Förderung durch den Bund umfasst sehr niedrige und feste Zinssätze mit tilgungsfreien Anlaufjahren. Entsprechend ist diese Art der Förderung nur für Bauherren geeignet, die ein Passivhaus bauen wollen und noch nach einem Kredit für die Finanzierung suchen, für denjenigen der ohne Kredit bauen will ist sie keine Option. Von der KfW gefördert werden Passivhäuser der Programme „Energieeffizient Bauen“ (bis 50.000 Euro je Wohneinheit) sowie „Energieeffizient Sanieren“ (bis 75.000 Euro je Wohneinheit). Die Anträge für eine KfW-Förderung werden üblicherweise bei der Hausbank gestellt.

Individuelle Förderprogramme der einzelnen Bundesländer sowie Kommunen

Neben der Förderung durch den Bund über die KfW haben Bauherren auch die Möglichkeit Zuschüsse aus einem der Programme der einzelnen Länder oder Gemeinden zu erhalten. Dabei ist jedoch zu beachten, dass jedes Bundesland seine eigenen lokalen Förderprogramme hat und man sich daher wenn man ein Passivhaus bauen möchte bei den zuständigen Stellen informieren sollte. Viele Städte und Gemeinden haben darüber hinaus noch eigene, an spezielle Richtlinien gekoppelte Förderprogramme für den Neubau oder die Sanierung, die man unbedingt in Erfahrung bringen sollte und mit denen alle, die ein Passivhaus bauen möchten bares Geld sparen können.

Weitere Fördermöglichkeiten für Passivhäuser

Neben den genannten Förderoptionen gibt es noch zahlreiche weitere, meist zeitlich oder finanziell begrenzte Förderungen, die in der Regel nicht auf Passivhäuser beschränkt sind, aber von jedem, der ein Passivhaus bauen möchte genutzt werden kann. Dies umfasst zum Beispiel Förderungen von besonders nachhaltigen Baumaßnahmen, wie die Installation von Solarkollektoren, Geothermieanlagen oder die Nutzung von Dämmstoffen aus natürlichen Quellen. Neben den Zuschüssen für nachwachsende Rohstoffe und die Nutzung von nachhaltigen Energien haben Bauherren aber auch die Möglichkeit eine Sonderförderung für Passivhäuser z.B. bei der Umweltbank zu erhalten. Zum Thema Passivhaus bauen erfahren Sie hier mehr.

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