EU: Der Kampf gegen Steueroasen in Europa

Viele halten noch immer die Schweiz oder Monaco für eine der größten Steueroasen Europas. Aber genauso sind Andorra, ein Zwergstaat in den Pyrenäen, England, Irland und sogar Deutschland wahre Oasen für alle, die keine oder nur wenig Steuern zahlen wollen. Doch die großen EU-Staaten haben sich nun zusammen getan, um gemeinsam diese Steueroasen zu unterbinden.

Die neue Innitiative gegen Steuervermeidung und -hinterziehung

In Dublin beratschlagten nun die Finanzminister der großen europäischen Mitgliedstaaten Italien, Frankreich, Deutschland, Polen, Großbritannien und Spanien, wie gegen die europäischen Steuerhinterzieher vorgegangen werden kann. Fakt ist auf jeden Fall, dass der europäischen Union durch diese Steuersünder Verluste in Milliardenhöhe entstehen. So wurde nun beschlossen, dass die Finanzämter der diversen europäischen Länder enger miteinander arbeiten müssen, damit sie sich gegenseitig im Kampf gegen die Steuerhinterzieher unterstützen können. So kann auf angelegtes Geld bei den Banken und Sparkassen in der gesamten EU besser von den jeweiligen Finanzämtern zurückgegriffen werden.

Kanzlerkandidat Steinbrück fährt noch härtere Geschütze auf

Kanzlerkandidat Steinbrück will es bei der engeren Zusammenarbeit der EU Länder allerdings nicht belassen. Er fährt hier noch härtere Geschütze auf und will das wohlmöglich das Steuerstrafrecht verschärfen, indem die sogenannten Briefkastenfirmen vorboten werden sollen, die sich vermehrt in den Steueroasen niedergelassen haben. Hierbei handelt es sich jedoch nur um die Anschrift einer Firma, damit die Steuern nicht im teuren Herstellungsland gezahlt werden müssen. Diese Briefkastenfirmen dürften laut Steinbrück nicht weiter anonym agieren. Gleichfalls sieht sein Acht-Punkte-Plan vor, dass Banken die Lizenz entzogen werden kann, wenn sie sich nicht an die Steuermeldepflicht halten. Dies kommt ja vor allem bei Banken in der Schweiz häufig vor.

Aber auch auf die deutschen Banken, die die Steuersünder schützen, sollen härtere Strafen zu kommen. Auch soll eine sogenannte schwarze Liste über alle Länder, egal ob in Europa oder im aussereuropäischen Raum, erstellt werden, die heute noch als Steueroase gelten. Luxemburg hat nun bereits im Gegenzug bekannt gegeben, dass es nicht mehr zu den Ländern gehören will, in welches sich Steuersünder zurückziehen können und will den Status als Steueroase in Europa nun selbst bekämpfen.

Wer sich nicht sicher ist, ob seine Gelder im Ausland 100%ig legal angelegt sind, sollte zur Vorsicht rechtliche Unterstützung aufsuchen. So findet man auf Steuerstrafrecht24.de z.B. Fachanwälte Steuer- und Strafrecht, die einem gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen und die aktuelle Situation durchleuchten.

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