Die KfW Fördermittel für energieeffizientes Bauen

Energieeffiziente Hausplanung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau leistet in mehrfacher Hinsicht wertvolle Arbeit bei der Einhaltung der Klimaziele sowie der Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels. Die KfW arbeitet auf der einen Seite durch die Festlegung von Qualitätsstandards für energiesparendes Bauen, wie beispielsweise im Standard für Passivhäuser (Energieeffizienz-Häuser oder den anderen Standards) deutlich wird.

Andererseits gibt es auch direkte Fördermittel für diejenigen, die Gebäude renovieren oder bei Neubauten auf die Energieeinsparung achten.

Die KfW-Förderprogramme lassen sich in die Bereiche des Neubaus von Häusern, Förderung erneuerbarer Energien und Kauf von Wohnungen bzw. Genossenschaftsanteilen unterteilen. Bei allen Kfw-Förderungen sparen Sie bares Geld dadurch, dass die KfW-Finanzierungen erheblich unter den Zinsen der klassischen Immobilienkredite liegen. Dadurch können Sie die Immobilie bei gleicher Monatsrate erheblich früher abbezahlen oder bei gleicher Laufzeit sofort noch mehr Lebensstandard durch eine geringere monatliche Belastung genießen. Bei manchen Förderprogrammen hilft die KfW sogar bei der Rückzahlung dadurch, dass sie einen Teil der Kreditsumme übernimmt. Im Jargon der KfW nennt sich das dann „Tilgungszuschuss“.

Die wichtigsten Förderungen der KfW sind:

+ Vergünstigte Immobilienfinanzierung für Neubauten
Bei dieser Immobilienfinanzierung vergibt die KfW ein Darlehen von 50.000,– Euro zu einem sensationell günstigen Zinssatz, sofern energieeffizient gebaut wird. Wer ein Passivhaus erstellt oder eine Wärmedämmung nach den KfW-Standards vornimmt, der kann sich über einen Zinssatz von derzeit 1 % freuen. Die Förderung der KfW besteht damit in erster Linie aus einer Zinsverbilligung. Je nach Laufzeit kann der Bauherr sogar mit ein bis zwei tilgungsfreien Jahren beginnen und in diesem Zeitraum etwaige weitere, höher verzinste Kredite bedienen. Bei der Rückzahlung hilft die KfW mit einer Unterstützung bis zu 5.000,– Euro.

In unterschiedlichen Programmen ist diese vergünstige Immobilienfinanzierung sowohl für Häuslebauer, als auch für Erwerber von Eigentumswohnungen und Genossenschaftsanteilen verfügbar.

+ Umwandlung bisher ungeheizter Räume in Wohnraum
Diese Variante eines zinsverbilligten Darlehens wird immer dann angewendet, wenn bisher nicht für Wohnzwecke genutzte Räume (wie Gewerberäume, ungenutzte landwirtschaftliche Räume u. ä.) energieeffizient gedämmt und erstmals mit einer Heizung ausgestattet werden. Die Kreditsumme liegt hier leicht höher als beim Neubaudarlehen und kann bis zu 75.000 Euro pro Wohneinheit betragen. Die Tilgung des Darlehens wird dadurch leichter, dass die KfW bis zu 13.125 Euro der Tilgung übernimmt.

+ KfW-Programme für bessere Wärmedämmung
Die Erhöhung der Energieeffizienz bei schon bestehenden Gebäuden wird ebenso von der KfW gefördert. Hier gibt es sowohl die zinsvergünstigten Darlehen, die ähnlich wie die Finanzierung von Neubauten funktioniert, als auch einen echten Investitionszuschuss. Über die reinen Baumaßnahmen hinaus wird auch die Begleitung bzw. Unterstützung durch Sachverständige bezuschusst. Beim Darlehen mit Investitionszuschuss ist die Kreditsumme erstaunlicherweise identisch mit der für Neubauten, womit 50.000 Euro pro Wohneinheit als zinsvergünstigter Kreditbetrag zur Verfügung stehen.