Warum Darlehen ohne Schufa-Auskunft häufig nicht seriös sind

unseriöse anbieter

Immer mehr Banken werben mit Krediten ohne Schufa oder Schufa-freien Krediten um Kreditnehmer. Fast jedem dürften die Kreditangebote aufgefallen sein und einige Fragen aufwerfen. Die Kreditprodukte richten sich bewusst an Personen mit einer negativen Schufa, die unter regulären Bedingungen Probleme haben, einen Kredit zu finden.

In der Werbung werden sie mit Prädikaten umschmückt, die auf eine einfache Beantragung, unbürokratische Abwicklung und schnelle Verfügbarkeit zu attraktiven Zinsen hindeuten, die Realität sieht jedoch häufig anders aus.

Warum Darlehen/Kredite ohne Schufa häufig nicht seriös sind

Um zu belegen, dass es sich bei Krediten ohne Schufa oftmals nicht um seriöse Kreditprodukte sehandelt, hat die SCHUFA eine Studie in Auftrag gegeben, um den Markt genauer zu beleuchten, Geschäftspraktiken herauszustellen und den Verbraucher vor solchen Kreditprodukten zu warnen. Das Ergebnis der Umfrage sollte Verbraucher überzeugen, in der Regel handeln die Anbieter unseriös. Von 177 Testanfragen an 69 Anbieter wäre es nur in zwei Fällen zu einer Kreditvergabe gekommen und das zu sehr hohen Effektivzinsen. Bei einem Kreditprodukt wurde ein effektiver Jahreszins von 25,5% verzeichnet. Der Erfolg einen Kredit eingeräumt zu bekommen liegt insgesamt gerade einmal bei 1%.

So können Verbraucher unseriöse Angebote aufdecken

Damit unseriöse Kreditanbieter aufgedeckt werden können, sollte der Verbraucher gerade bei Krediten ohne Schufa oder Schufa-freien Krediten bereits im Vorfeld behutsam vorgehen und mehrere Kriterien in Betracht ziehen.

Nicht selten werden von unseriösen Anbietern Gebühren erhoben. Dies betrifft nicht nur Gebühren die zusätzlich zu den Zinsen anfallen, auch für die Kreditanfrage können ggf. Gebühren berechnet werden.
Ein negatives Anzeichen sind auch Vertragsunterlagen, die per Nachnahme verschickt werden.
Sehr häufig spielen die Banken mit den Ängsten des Kreditnehmers, nicht selten werden unsinnige Versicherungen zum Kredit angeboten, von denen eigentlich nur die Bank profitiert. Werden Beteiligungen veräußert, sinnlose Beratungsverträge verkauft und geltend gemachte Auslagen nicht nachgewiesen, sollte der Kreditnehmer ebenfalls vorsichtig sein. Eine typische „Abzocke“ sind Beratungshotlines, welche vom Kreditnehmer genutzt werden müssen. Gleichermaßen unseriös sind teure Hausbesuche und Insolvenzberatungen durch (nichtbefugte) Anbieter.

Unter Berücksichtigung dieser Kriterien wurde im Auftrag der SCHUFA herausgestellt, dass bei 42 von 50 Firmen genau dieses Vorgehen Praxis ist, der Kreditnehmer muss also in 84% aller Fälle mit einer „Abzocke“ rechnen.

Seriöse Kredite setzen immer eine Bonitätsprüfung voraus

Eine Kreditzusage pauschal zu erteilen ist zwar heute Praxis, ohne die Bonitätsprüfung jedoch utopisch. Eine sorgfältige Bonitätsprüfung wird heute bei seriösen Anbietern immer vorgenommen. Mit Bonitätsprüfung werden statistisch 97,5% aller Kredite zurückgezahlt, eine Quote die für sich spricht.

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