Bausparen Rendite

Bausparen inkl. Wohnungsbauprämie: Rendite-Chance mit Sicherheit?

Beim Bausparen kann, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden, eine Rendite mit attraktiven Zinsen erzielt werden. Das geschieht nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Arbeitnehmer mit einem geringen oder mittleren Einkommen oder Auszubildende ab dem 16. Lebensjahr erhalten diese Rendite. Die Rendite liegt über den üblichen Zinssätzen für Sparbriefe der Banken aber auch oberhalb der Zinsen für Sparpläne, Tagesgeld oder Festgeld. Um diese Rendite erzielen zu können, müssen die Bausparer jedoch die Voraussetzungen erfüllen, die mit der Arbeitnehmersparzulage oder auch der Wohnungsbauprämie verknüpft ist. Die Bauspareinlagen, die im Bausparvertrag über sieben oder zehn Jahre zurückgelegt werden, sind unbegrenzt gesichert, was bei anderen Spareinlagen nicht der Fall ist. Die Zinsen, die zu Beginn festgelegt werden, erhält der Bausparer während der gesamten Vertragslaufzeit.

Die Dauer des Bausparvertrags

Der Sparer erhält die Rendite immer erst dann, wenn der Bausparvertrag für ein Bauvorhaben verwendet wird. Diese Auszahlungen sind in der Regel erst nach sieben Jahren möglich. Diese Sperrfrist wurde durch den Gesetzgeber eingerichtet, um so dem Ziel des Bausparens, also der Erschaffung und der Modernisierung von Wohnraum, zum gewünschten Erfolg zu verhelfen. Wird das Sparguthaben während der Laufzeit für Wohneigentum verwendet, muss der Bausparer die staatlichen Förderungen nicht an den Staat zurückzahlen. Wird das Geld jedoch ohne einen Bauwunsch ausgezahlt, muss die gesamte Förderungssumme zurückgezahlt werden. Die Sperrfrist wurde durch den Gesetzgeber eingeführt, um das eigentliche Ziel des Bausparens, also den Wohnungsbau oder Modernisierungsmaßnahmen, umzusetzen. Wer das Guthaben des Bausparvertrags während der vertraglich vereinbarten Sperrzeit für eine Baufinanzierung verwendet, muss die zuvor erhaltenen staatlichen Förderungen nicht zurück bezahlen. Wer jedoch das Guthaben innerhalb der Sperrfrist ausgezahlt bekommt, ohne ein Bauvorhaben umzusetzen, muss auf die staatliche Förderung verzichten.

Das Renditepotenzial voll ausschöpfen.

Grundsätzlich soll man, wie bei allen Finanzprodukten, vor dem Abschluss einen ausgiebigen Bausparvertrag Vergleich durchführen, um das Angebote mit den besten Konditionen zu findne. Weiterhin sich die Ausschöpfung der Rendite nach oben hin gedeckelt: Einen Anspruch auf staatliche Förderung haben nicht alle Bausparer. Dieser Prämienanspruch beschränkt sich auf Menschen mit einem niedrigen oder mittleren Einkommen. Das Einkommen darf bei ledigen Bausparern maximal bei 25.600 EUR brutto im laufenden Kalenderjahr betragen, bei Verheirateten 51.200 EUR brutto und bei einem Ehepaar mit zwei Kindern maximal 78.000 Euro brutto liegen. Auch wenn durch einen Bausparvertrag eine effektive Rendite von 4,64% erzielt werden kann, werden durch den Staat Sparleistungen nur bis zu einer bestimmten Höhe gefördert. Diese liegt bei Ledigen bei maximal 512 EUR um 8,8% gefördert, bei Verheirateten werden maximal 1.024 EUR mit ebenfalls 8,8% gefördert. Damit liegt die maximale Förderung für Singles bei 45,06 EUR und für Verheiratete bei 90,11 EUR.

 

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