Anschlussfinanzierung bei einer anderen Bank durchführen

Handschlag

Geld war noch nie so billig – was für Sparer ein Alptraum darstellt, ist zurzeit für diejenigen, die beispielsweise ihr Geld in Immobilien anlegen ein Glücksfall. Doch was passiert, wenn die Sollzinsbindung Ihres Darlehens ausläuft und Ihre Bank für die Anschlussfinanzierung plötzlich einen höheren Zinssatz verlangt? Mit einem Bankwechsel können Sie dabei viel Geld sparen.

Banken spekulieren auf Wechselträgheit ihrer Kunden

Trotz des momentan niedrigen Zinsniveaus, schlagen zahlreiche Banken nach Ablauf der ursprünglichen Sollzinsbindung einige Prozentpunkte bei der Anschlussfinanzierung auf. Selbst wenn es sich dabei nur um 0,5 oder 0,2 Prozent handelt, summiert sich dies bei einem Kreditvolumen von 100 000 Euro schnell auf mehrere tausend Euro. Hier lohnt es sich, bereits im Vorfeld Informationen und Angebote anderer Bankhäuser einzuholen. Denn, was viele Kreditnehmer nicht wissen, die Anschlussfinanzierung muss keineswegs über das bisherige Kreditinstitut abgewickelt werden.
Und auf genau diese Unwissenheit spekulieren die meisten Banken und rechnen zudem mit der Wechselträgheit ihrer Kunden. Vielen Kunden erscheint dieser Vorgang als zu kompliziert und kostenintensiv. Und tatsächlich kommen auf diejenigen, die ihren Kredit umschulden, Kosten zu. Diese liegen in aller Regel bei 200 Euro. Doch der Vergleich zu dem Betrag, den man selbst durch einen minimal geringeren Zinssatz spart, lohnt sich auf jeden Fall.

Vorzeitig Informieren spart bares Geld!

Wichtig ist, sich bereits mindestens drei Monate vor dem vereinbarten Ablauf der Sollzinsbindung um eine Anschlussfinanzierung zu kümmern. So bleibt genügend Zeit, in aller Ruhe Vergleichsangebote einzuholen und miteinander zu vergleichen. Erste Anlaufstelle ist hierbei das Kreditinstitut bei dem das Darlehen abgeschlossen wurde. Doch parallel dazu sollten auch die Zinskonditionen konkurrierender Banken durch professionelle Dienstleister, wie z.B. www.bankstore24.de, eingeholt und verhandelt werden. So lässt sich in vielen Fällen durch eine einmalige Investition in die Wechselgebühren langfristig jede Menge Geld sparen.

Sonderfall „Forward-Finanzierung“: Niedrige Zinsen für Spekulierfreudige

Wer sich mit Finanzmärkten auskennt, kann sich im Rahmen einer sogenannten Forward-Finanzierung schon bis zu 60 Monate vor Ablauf der Sollzinsbindung vorzeitig günstige Zinskonditionen sichern. Dies bedeutet, dass man zu einem Zeitpunkt, an dem die Zinsen möglichst tief sind, eine Anschlussfinanzierung abschließt, die dann, wenn die Sollzinsbindung abläuft, anläuft. Doch das Risiko erheblich höherer Kosten, wenn die Zinsen zwischenzeitlich doch noch weiter sinken – und sei es nur um winzigste Punkte hinter dem Komma – ist immer gegeben.

Fazit

Für Kreditnehmer lohnt sich bei Auslauf der Sollzinsbindung ein Vergleich der Kreditkonditionen, speziell des Zinssatzes zwischen verschiedenen Banken. So lässt sich auf lange Sicht sehr viel Geld sparen

Foto: © DragonImages – Fotolia.com